Hättest Du mich vor zehn Jahren gefragt, ob man zu Hause gut trainieren kann, ich hätte vermutlich gelacht – und Dir den Vogel gezeigt. Für mich war damals klar: Effektives Training? Geht nur im Fitnessstudio. Mit Hanteln, Kettlebells und Maschinen – das volle Programm halt.
Dann kam Corona. Corona war scheiße, aber auch lehrreich in vielerlei Hinsicht. Mit einem Schlag war alles anders. Studios geschlossen, Alltagsstrukturen weg – und plötzlich standen wir alle vor der Frage: Mach ich weiter … oder mach ich Pause?
Ich habe mich in dieser Zeit aber nicht nur um meine Trainierenden gekümmert, sondern auch um mich selbst – und dabei etwas Entscheidendes entdeckt: Kettlebelltraining funktioniert draußen hervorragend!
Ich hätte früher nie gedacht, dass man draußen auf einer Wiese mit so wenig Equipment so effektiv trainieren kann. Aber genau das ist passiert. Ich habe draußen meine Bestleistungen im Turkish Get-up aufgestellt – nicht im Studio, sondern auf Gras unter freiem Himmel, mit Blick in die Sonne… bzw. genau den habe ich versucht zu vermeiden. Dieses Erlebnis hat mein Denken komplett verändert.
Und genau das war auch der Auslöser dafür, dass wir heute Outdoor-Kettlebelltraining anbieten. Weil ich gemerkt habe: Das funktioniert – ganzjährig, mit Spaß und vor allem richtig effektiv.
Viele Menschen haben während dieser Zeit bewiesen, dass man auch mit einfachen Mitteln zu Hause oder draußen richtig effektiv trainieren kann. Ich selbst habe damals Onlinekurse für das Fitnessstudio gegeben, in dem ich gearbeitet habe. Klar, es war nicht ganz dasselbe wie vor Ort – aber wir waren kreativ, haben umgedacht und Lösungen gefunden. Kniebeugen mit einem Sechserträger als Zusatzgewicht beispielsweise. Und weißt Du was? Manche Teilnehmer haben sogar erzählt, dass sie mehr Sport gemacht haben als sonst. Warum? Weil das Training zu Hause einfach so viel alltagsnäher war. Keine Anfahrt, kein Zeitverlust – einfach Matte ausrollen und loslegen.
Genau darum geht es heute: Home-Training hat sich gewandelt. Es ist nicht „zweite Wahl“, sondern oft der viel bessere, weil machbare Weg. Trotzdem gibt es noch viele Vorurteile – und die schauen wir uns jetzt mal genauer an.
1. „Das bringt doch eh nix.“
Ja, manche sagen: „Das bringt doch eh nix.“ Zu Hause könne man nicht gut trainieren. Aber ganz ehrlich – meistens haben diejenigen es entweder nie wirklich versucht oder einfach nur „irgendwas“ gemacht. Vielleicht ein paar YouTube-Videos mitgemacht, ohne Plan, ohne Ziel, ohne Struktur. Klar, dass da nicht viel passiert.
Aber: Du kannst zu Hause genauso effektiv trainieren wie im Fitnessstudio – wenn Du es richtig angehst. Du brauchst einen Plan, Du brauchst die passende Intensität, Du musst regelmäßig dranbleiben und auf Progression achten, also Gewichte oder Belastung im Laufe der Zeit steigern.
Und jetzt mal ehrlich: Ich kritisiere oft, dass auch das, was viele Menschen im Fitnessstudio machen, weit entfernt von effektivem Training ist. Viel zu wenig Intensität, kein klarer Plan, keine Entwicklung – da wird oft mehr nahezu nutzlos Zeit totgeschlagen als effektiv trainiert.
Mit dem richtigen Ansatz, den richtigen Übungen – wie Klimmzügen, Bulgarian Split Squats oder auch clever eingesetztem Körpergewicht – kannst Du zu Hause sogar besser trainieren als viele es im Studio tun. Wichtig ist nur: Du musst wissen, was Du tust. Und das darf ruhig mit ein bisschen Anleitung starten. Der Aufwand lohnt sich – versprochen!
2. „Ohne Geräte kein Muskelaufbau.“
Muskelaufbau hat nichts damit zu tun, wo Du trainierst. Entscheidend ist, dass Du Deine Muskeln einem ausreichenden Widerstand aussetzt – und wie Du das tust, ist erstmal zweitrangig.
Ob an einer Maschine, mit Kettlebells, mit dem eigenen Körpergewicht oder mit Resistance Bands: Wichtig ist, dass Du die Muskulatur forderst.
Was zu Hause super funktioniert:
- Kettlebells: vielseitig, platzsparend und extrem effektiv für Kraft, Stabilität und Muskelaufbau. Du brauchst nicht viele – eine oder zwei reichen oft völlig aus. Und Du kannst damit fast überall trainieren: Wohnzimmer, Balkon, Garten …
- Körpergewicht: Klassiker wie Liegestütz, Ausfallschritte oder Bulgarian Split Squats. Und ja – richtig ausgeführt (und variiert), sind die mega wirkungsvoll.
- Resistance Bands: vor allem für den oberen Rücken, die hintere Schulter und alles, was Dich aufrichtet – also genau die Dinge, die im Studio oft vernachlässigt werden.
- Schlingentrainer (z. B. TRX): genial für Bauch, Rücken und hintere Oberschenkel. Du brauchst kaum Platz und kannst trotzdem eine riesige Übungsvielfalt nutzen.
Du siehst: Muskelaufbau zu Hause funktioniert – wenn Du weißt, wie. Und dafür musst Du keinen Gerätetempel besitzen. Du brauchst vor allem eins: einen klugen Plan und den Willen, Deine Muskeln zu fordern.
Wichtig ist, dass Du die Muskeln forderst – wie, ist erstmal zweitrangig. Und ja: Auch Zuhause kann man sich fordern. Wenn man weiß, wie.
3. „Ich brauche Motivation durch andere.“
Jetzt mal ganz ehrlich: Wenn Du sagst, Du brauchst Motivation durch andere – was meinst Du damit genau?
- Die Leute im Studio, mit denen Du sowieso nie sprichst?
- Oder die, die Dich vom Training ablenken?
- Oder vielleicht sogar die, die Du innerlich verfluchst, weil sie seit 10 Minuten auf „Deinem“ Gerät sitzen und dabei aufs Handy starren?
Klar, ein Trainingspartner kann motivierend sein – keine Frage. Aber: Mit dem kannst Du Dich genauso gut zu Hause verabreden. Das ist kein exklusiver Vorteil des Fitnessstudios.
Mein Vorschlag: Motiviere Dich durch Deinen eigenen Fortschritt. Und den kannst Du zu Hause sehr gut erreichen, wenn Du Benchmarks setzt, regelmäßig Werte überprüfst und wirklich gezielt an Deiner Entwicklung arbeitest. Das ist deutlich nachhaltiger als die sporadische Motivation durch andere.
Und wenn Du doch jemanden brauchst, der Dich motiviert – dann nimm Dir einen Personal Trainer. Wenn Du mit mir trainierst, bekommst Du:
- einen Trainingsplan, der zu Dir passt,
- regelmäßiges Feedback und Anpassung,
- jemanden, der nachfragt, erinnert und Dich eben nicht „einfach machen lässt“.
Und – ganz wichtig – Verbindlichkeit: Wenn wir einen Termin haben, sagst Du nicht einfach ab oder bleibst auf dem Sofa. Du weißt, ich bin da. Und ich kenne die kleinen Tricks und Kniffe (natürlich vollkommen legal 😄), mit denen ich Dir dabei helfe, dranzubleiben – und dabei sogar noch Spaß zu haben.
Denn echte Motivation entsteht nicht durch Lautstärke, sondern durch Fortschritt. Und den erreichst Du am besten im eigenen Tempo – mit professioneller Begleitung.
4. „Ich habe keinen Platz.“
Ein weiterer Klassiker unter den Ausreden: „Ich hab keinen Platz.“ Ganz ehrlich? Du brauchst nicht viel Platz. Zwei, drei, vielleicht vier Quadratmeter – das reicht völlig aus. Und mal ehrlich: Wie viel Raum hast Du denn zur Verfügung, wenn Du montags um 18 Uhr zur Primetime ins Fitnessstudio gehst? Meistens auch nicht mehr – nur musst Du ihn dort mit Menschen teilen, mit denen Du eigentlich gar nicht so eng zusammenstehen willst.
Zu Hause hast Du diesen Platz für Dich allein. Kein Anstehen, kein Ellenbogenkontakt, kein Gedrängel. Eine Matte und etwas Bewegungsfreiheit – mehr braucht es nicht. Und ja: Ich habe mit Klienten schon im Wohnzimmer, im Flur, auf der Terrasse oder der Garage trainiert. Alles ist möglich – wenn man es will.
Platz ist also definitiv kein Argument gegen das Home-Training. Sondern eher ein Beweis dafür, wie effizient und flexibel es sein kann.
5. „Ich mach lieber ein YouTube-Video an.“
Ja, das ist wirklich ein Klassiker: Zuhause ein YouTube-Video anmachen und einfach mal mitmachen. Und ganz ehrlich – besser als gar nichts ist das allemal. Aber: Irgendwas ist meistens sehr, sehr weit weg von optimal.
Denn:
- Hast Du mit YouTube vorher eine Anamnese gemacht?
- Kennt YouTube Deine Ziele, Dein Trainingslevel oder Deine körperlichen Einschränkungen?
- Korrigiert YouTube Deine Technik oder sagt Dir, ob Du die Übung wirklich sauber ausführst?
Vielleicht suchst Du Dir ja sogar gezielt ein Video aus, weil es zu Deiner Zielsetzung passt – aber das heißt noch lange nicht, dass es wirklich für Dich geeignet ist. Viele Übungen werden im Netz falsch ausgeführt. Und wenn Du es genauso machst, trainierst Du im schlimmsten Fall an Deinem Ziel vorbei – oder verletzt Dich sogar. Noch häufiger entstehen Fehler aber durch das Nachmachen. Die Übung wird korrekt gezeigt, aber in der Umsetzung hapert es. Das hat nichts mit Dir persönlich zu tun. NIEMAND ist in der Lage, alle Bewegungen und Übungen sofort durch bloßes Zuschauen zu erlernen und korrekt auszuführen.
YouTube fragt auch nicht, ob Du noch kannst, ob Dir die Übung gut tut oder wie Du Dich fühlst. Ein Video kann Dich vielleicht kurzfristig motivieren – aber es ersetzt keinen auf Dich abgestimmten Trainingsplan und schon gar kein individuelles, systematisches Coaching.
Wenn Du Fortschritte willst, brauchst Du mehr als „ein bisschen was mitmachen“. Du brauchst eine klare Strategie – angepasst an Deine Ziele, Deinen Alltag und Deinen Körper.
6. Funktionelles Training? Viel effektiver als Du denkst!
Maschinen wirken auf viele beeindruckend – groß, schwer, technisch. Aber machen sie das Training automatisch besser? Ganz sicher nicht.
Denn: Funktionelles Training – also Übungen, bei denen mehrere Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht werden – ist oft deutlich alltagsnäher und effektiver als isoliertes Gerätetraining.
- Es trainiert nicht nur Muskeln, sondern auch Koordination, Stabilität und Beweglichkeit.
- Es verbessert Deine Haltung, schützt Dich vor Verletzungen und bereitet Dich auf echte Belastungen im Alltag vor.
- Es fordert Deinen Kopf mit – denn Du musst mitdenken, stabilisieren, Deinen Körper kontrollieren.
Funktionelles Training ist heutzutage sehr modern – und das zurecht. Es geht weit über das klassische Isolationstraining hinaus. Statt nur einen Muskel zu bewegen, orientiert es sich an Bewegungen, die Du im Alltag oder im Sport brauchst.
Natürlich ist ein Maschinenzirkel im Studio ein guter und bequemer Einstieg – keine Frage. Aber: Für die meisten Menschen ist funktionelles Training langfristig deutlich sinnvoller. Übungen wie Kniebeugen, Ausfallschritte oder Rumpfübungen fordern den ganzen Körper – insbesondere die Rumpfmuskulatur, nicht nur „den Bauch“.
Und ja, das kannst Du im Studio machen – aber Du kannst es eben genauso gut zu Hause machen. Vorausgesetzt, Du weißt, wie es geht. Und genau dabei helfe ich Dir.
Mal ehrlich: Eine saubere Kettlebell-Kniebeuge oder ein langsamer Bulgarian Split Squat mit dem eigenen Körpergewicht bringt Dich oft mehr zum Schwitzen als 3 Sätze an der Beinpresse mit 80 kg.
Funktionelles Training ist authentisch, fordernd und effektiv. Und: Du brauchst dafür keine Maschinenhalle. Du brauchst nur die richtigen Übungen, eine gute Technik und einen Plan, wie Du stärker wirst – körperlich und mental.
Fazit: Lass Dich nicht aufhalten
Wenn Du bisher dachtest, Home-Training sei zweite Wahl – dann hoffe ich, konnte ich Dir zeigen, dass das ein Irrtum ist.
Richtig umgesetzt ist es:
- effektiv,
- flexibel,
- individuell,
- und absolut alltagstauglich.
Ich zeige Dir, wie das geht – ganz ohne Ausreden, aber mit echtem Spaß. Versprochen.
Und wenn Du jetzt sagst: “Okay, ich will loslegen – aber bitte nicht planlos!”, dann melde Dich bei mir. Ich helfe Dir, ein effektives Heimtraining aufzubauen, das zu Dir passt – strukturiert, motivierend und mit echten Fortschritten.
Egal ob Du ganz am Anfang stehst oder einfach mal frischen Wind brauchst – gemeinsam bringen wir Dein Home-Training auf das nächste Level.
Schreib mir einfach – ich freu mich drauf!

