Warum Du keine Diät benötigst, sondern eine Ernährungsumstellung!

Du möchtest abnehmen und Dich gesünder ernähren? Dann erkläre ich Dir heute, warum Dir Diäten in den meisten Fällen nicht weiterhelfen!

Die Hose spannt, Lebkuchen und Weizenbier sind in den letzten Monaten und Jahren an Dir nicht spurlos vorüber gegangen? Du möchtest die Nadel an der Waage endlich wieder in die andere Richtung ausschlagen lassen? Nicht nur kurz-, sondern langfristig?

Nimm Dir die Zeit weiterzulesen, damit Du zukünftig nicht mehr auf die Versprechen der Diäten hereinfällst und langfristig abnimmst. Gleichzeitig erkläre ich Dir aber auch, wann eine Diät für Dich Sinn machen könnte.

Um eins im Vorfeld klarzustellen: Diäten funktionieren… kurzfristig! Kaloriendefizit, am besten ein deutliches, dazu Sport und im Regelfall purzeln die Pfunde. Wie viele Kilos du verlierst, das hängt davon ab, wie lange Du diese stärkeren Restriktionen durchhältst. “Wie lange” impliziert es eigentlich schon: ewig wirst Du es aller Voraussicht nach nicht schaffen… und dort beginnt das Problem. Diäten enden ja im Normalfall nicht so, dass man die Kalorienzahl langsam wieder steigert und zu einem gesunden Essverhalten kommt. Meist fällt man in die “Ernährungsform” zurück, mit der man die Kilos auch angehäuft hatte.

Apropos “normale Ernährung”: das, was die meisten als normal ansehen, ist nicht gut/ gesund/ geeignet um schlank zu bleiben. Das aber nur als kleiner Einwurf.

Diäten wirken also, aber nicht ewig. Für wen sind Diäten geeignet? Das bekannteste Beispiel ist für mich die Bodybuilderin/ der Bodybuilder. Hier geht es darum, die vorher aufgebaute Muskulatur freizulegen, in dem man möglichst alles an Körperfett verliert. Ist das gesund? Vermutlich nicht, vor allem aber hält man diese Form nicht ewig, sondern bereitet sich auf diesen einen konkreten Tag vor. Ein Wettkampfbodybuilder am Tag des Wettkampfes unterscheidet sich sehr stark von demselben Menschen drei Monate später.

Athleten in Sportarten mit Gewichtsklassen müssen oftmals diäten, um in eine niedrigere Gewichtsklasse zu kommen. Müssen muss hier natürlich niemand, aber allgemein MUSS niemand abnehmen. Selbst wenn Dein Arzt es Dir empfohlen hat abzunehmen, müssen musst Du nicht… cleverer wäre es aber vielleicht schon. Cleverer ist es halt für den Boxer auch, eine Gewichtsklasse niedriger zu kämpfen, wo die Schläge des Gegners ein bisschen weniger hart sind!

Ich selber habe hier im Laufe der Jahre auch reichlich Erfahrungen gesammelt und glaub mir: wenn der Körperfettanteil schon recht oder sehr niedrig ist und das Körpergewicht noch runter muss, das ist auch kein Spaß… aber ein Luxusproblem!

Du möchtest Dich auf einen konkreten Tag vorbereiten, beispielsweise für ein Fotoshooting? Hierzu möchtest Du einmal so richtig gut in Form kommen, die Bauchmuskeln nicht nur ansatzweise erkennen, sondern so richtig gut? Nicht so wie der Bodybuilder, aber doch besser als den Rest des Jahres über. Dann wirst Du vermutlich an einer Diät nicht vorbeikommen, außer Du bist genetisch überdurchschnittlich veranlagt.

Falls Deine Hände jetzt aber gerade auf Deinem Wohlstandsbauch liegen und Du sehnsüchtig an die Bauchmuskeln darunter denkst, wie diese wohl aussehen könnten (Du hast sie ja noch nie gesehen), dann vergiss bitte die Diäten. Ja, auch die, die besser sein soll als die anderen!

Was du benötigst ist eine Ernährungsumstellung. Dein Übergewicht ist ein Resultat Deiner bisherigen Ernährung und zu einem gewissen Maße auch der körperlichen und sportlichen Betätigung, die dieser gegenüber steht. Wenn Du jetzt kurzfristig weniger isst und mehr verbrennst, so verlierst Du auch Körperfett. Der eingangs beschriebene Rückfall ist aber quasi vorprogrammiert.

Soll der Körperfettverlust dauerhaft sein, so empfehle ich Dir anstelle einer Diät eine dauerhafte Ernährungsumstellung. Mit Klienten schaue ich mir gemeinsam deren Ernährungsprotokoll an. Das Besondere daran: die meisten – und das würde Dir bestimmt genauso gehen – bemerken beim Protokollieren bereits das ein oder andere. Oftmals sind die “Ausnahmen”, also die kalorienreichen Sachen zwischendurch, gar nicht so sehr Ausnahme sondern vielmehr Standard. Aber das ist nur ein Beispiel.

Anstatt alles auf einmal umzustellen gilt es jetzt zu überlegen, was man ändern könnte das

  1. Einfluss auf den Erfolg/ Misserfolg hat, vor allem aber
  2. gut umsetzbar ist!

Aus solch einer Analyse solltest Du herausgehen mit dem Verständnis, was es zu ändern gilt, einem Weg, wie du dies auch ändern kannst und der Gewissheit, dass die Veränderung umsetzbar ist. Nach und nach kann man so an mehreren Aspekten arbeiten und zu Veränderungen des Ernährungsverhaltens kommen. Die Erfolge kommen so meist nicht so schnell wie bei einer Hardcore-Diät, sie bleiben aber mit höherer Wahrscheinlichkeit.

Egal, ob Du Deine Ernährung jetzt dauerhaft ins Positive verändern willst oder vielleicht doch eher in Richtung einer kurzfristig angelegten Diät gehen möchtest: viel Erfolg bei Deinem Projekt!

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