Ja, die Überschrift klingt ein kleines bisschen provokant – soll sie aber gar nicht sein.
Tatsächlich ist es oft so: Viele Menschen bezeichnen sich selbst als unsportlich, untalentiert oder sagen Dinge wie: „Ich kann das nicht.“
Aber genau diese Menschen liebe ich in meinem Coaching und in meinen Trainingsgruppen.
Warum?
Natürlich freue ich mich, wenn ich einem Fitnessprofi helfe, sein Bankdrücken von 150 auf 160 Kilo zu steigern oder seine Bauchmuskeln noch ein kleines bisschen besser sichtbar zu machen. Dein Hintern ist noch knackiger als vorher schon oder das Krafttraining hat Dir geholfen, beim Handball, Basketball, Fußball oder was auch immer körperbetonter zu spielen?
Das ist super! Ich freue mich ehrlich darüber, dass ich einem bereits sehr starken Sportler helfen konnte, noch besser zu werden. Hier kann ich oft auch endlich mal Tipps und Tricks anwenden, die ich nicht oft aus der Tool-Box holen muss. Ich sage mir dann oft: “habe ich das also doch nicht ganz umsonst gelernt!”
Aber:
Wenn ich jemanden begleite, der noch ganz am Anfang steht – vielleicht noch nie richtig Sport gemacht hat, sich unsportlich fühlt, unsicher ist – und ich darf diesen Menschen auf seinem Weg unterstützen… dann passiert etwas Unglaubliches. Die Veränderungen, die daraus entstehen, sind oft gigantisch:
- Mehr Selbstbewusstsein
- Mehr Energie im Alltag
- Mehr Lebensfreude
- Eine völlig neue Identität als “aktive Person”
- Oft auch ein neuer Umgang mit Ernährung, Gesundheit und sich selbst
Und genau hier liegt der Unterschied:
Wenn jemand bei Null startet, ist der Hebel, den wir gemeinsam ansetzen können, unglaublich groß.
Es verändert nicht nur den Körper – es verändert das ganze Leben!
Vielleicht kam dieser Mensch ja sogar mit der Vorgabe des Arztes: “Sie MÜSSEN etwas ändern!” zu mir. Wenn das dann gelingt, dann kann das auch mal ein deutlich längeres Leben mit gleichzeitig besserer Lebensqualität bedeuten!
Warum Bewegungsuntalentierte oft die größten Erfolge feiern können
Was die eher bewegungsuntalentierten Menschen angeht:
Es gibt Menschen, die lernen Bewegungen super schnell!
Ich zeige eine Kettlebell-Übung – und zack, sieht es aus, als hätten sie das schon seit Jahren gemacht.
Und andere wiederum tun sich dabei eher schwer. Ich muss immer wieder zeigen, korrigieren, erklären. Ja, manchmal fühlt sich das an wie ein Déjà-vu. Habe ich nicht genau das vor drei Tagen schon mal erklärt… und letzte Woche… und die Woche davor? Dem Trainierenden geht es vermutlich genauso und manche entschuldigen sich dann sogar… aber dem muss so nicht sein!
Denn jetzt mal ehrlich:
Wem habe ich am Ende wohl mehr geholfen?
Wenn jemand, der sich am Anfang wirklich schwer tut, Stück für Stück eine bessere Körperspannung und Körperhaltung aufbaut, die Technik einer Bewegung sauber erlernt, Muskeln bewusst ansteuern kann, die vorher „schliefen“ – dann ist mein Impact riesig und dieser Mensch profitiert davon in so großem Maße, dass mir die Superlative ausgehen!
Und denk mal weiter: wäre dieser Trainierende mit einem Trainingsplan ohne Kontrolle gut aufgehoben? Oder mit Übungen, die er selbständig bei YouTube nachtrainiert? Wie groß wäre die Wahrscheinlichkeit, dass hier eine zufriedenstellende Bewegungsausführung zustande käme?
Natürlich freue ich mich auch, wenn ich jemandem, der sich ohnehin schon sehr gut bewegen kann, einfach noch eine neue Variation beibringe.
Aber der echte, tiefe Unterschied, der entsteht, wenn ich jemanden begleite, der sich anfangs schwer tut, der vielleicht glaubt, “unsportlich” zu sein – das ist etwas Besonderes. Ich habe hier einen richtig großen Einfluss nicht nur auf den sportlichen Aspekt, sondern auf das Leben dieses Menschen!
Und genau das ist einer der Hauptaspekte, die ich an mein er Tätigkeit als Trainer liebe! Vielleicht ist es sogar der Wichtigste!
Warum Du nicht aufgeben solltest – gerade wenn es schwerfällt
Oftmals ist es natürlich so, dass Menschen, denen etwas leichtfällt, auch mehr Spaß an der Sache entwickeln. Gerade beim Kettlebelltraining merke ich das sehr häufig:
Wem die Technik schnell gelingt, der geht mit Begeisterung an die Übungen heran.
Und dann gibt es die anderen – diejenigen, denen es schwerfällt.
Hier sehe ich oft zwei Gruppen:
Die einen bleiben dran, kämpfen sich durch, lernen, wachsen an der Herausforderung.
Und die anderen hören bald auf oder fangen erst gar nicht an. Das ist zu schwer für mich! Das lerne ich doch niemals! Ich bin einfach unsportlich und untalentiert.
Leider sind dies genau die Menschen, für die das Training eigentlich am wichtigsten wäre! Und zwar diese Form von anspruchsvollem Training und kein “0815-Juppheidiheida-Einerlei”.
Weil gerade sie durch das Dranbleiben so unglaublich viel gewinnen könnten:
- Mehr Körpergefühl
- Mehr Kraft
- Mehr Selbstbewusstsein
- Mehr Gesundheit im Alltag
Aber:
Wenn sie merken, „Ich kann das nicht so gut wie andere“, geben manche leider auf.
Und das ist schade.
Darum möchte ich Dir mit diesem Artikel vor allem eines mitgeben:
Gib nicht auf!
Gerade dann, wenn es schwerfällt. Gerade dann, wenn Du das Gefühl hast, Du seist nicht so talentiert wie andere. Oftmals ist es übrigens auch gar nicht so. Viele, bei denen es heute so leicht aussieht, haben genau dort angefangen, wo Du gerade bist… teils sogar auf einem noch niedrigeren Niveau. Aber sie haben es gemacht und sind dabei geblieben!
Denn für Dich ist der Gewinn am Ende so viel größer als für diejenigen, die von Natur aus vieles leicht können. Deswegen: Dranbleiben lohnt sich. Immer.
Und vergiss nicht: meine Mission ist es, denen zu helfen, denen nicht alles automatisch zufällt. Ich feiere es ab, Dir dabei zu helfen, Deine sportlichen und gesundheitlichen Ziele zu erreichen!

