5 Gründe, warum Training zuhause für Dich passen könnte wie die Faust aufs Auge!

Lass uns heute mal nicht bei Adam und Eva anfangen. Gehen wir stattdessen einfach mal davon aus, dass wir beide auf demselben Informationsstand sind:

  • ein regelmäßiges sportliches Training ist für jede und jeden empfehlenswert, auch für Dich!
  • Du solltest mindestens zweimal wöchentlich Krafttraining machen, um Deine Muskulatur und damit Dich fit, gesund, stark und leistungsfähig zu halten.
  • Dass Du Deinen Körper dabei auch formst, das nehmen wir als positiven Effekt einfach mal mit.

Solltest Du mit mir diesbezüglich nicht d’accord sein, habe ich eine Frage und eine Aufforderung an Dich:

Frage: Was zum Henker machst Du bei mir im Blog? Wie bist Du denn hierher gekommen?

Aufforderung: Lies Dir bitte die anderen Artikel durch, hör in den Podcast rein und lies mein Buch! Bitte!

Die Zeit, die liebe Zeit… und Zeiten ändern sich auch!

Was hält viele Menschen, vielleicht ja auch Dich, aber davon ab, zu trainieren. Viele wissen, dass es besser wäre, viele sagen auch, sie würden zwar gerne, aber… wenn da das Problem mit der Zeit nicht wäre.

Das mit der Zeit sollten wir mal ein wenig differenzieren:

Viele Menschen sind von Montagfrüh bis Sonntagabend ganz einfach komplett durchgetaktet und das mit der Zeit ist dann wirklich ein Problem. Ob das so natürlich gut, gesund und zielführend ist, das sei mal dahin gestellt…

Viele, die keine Zeit haben oder meinen keine zu haben, sind aber ganz einfach mega schlecht organisiert und könnten die Zeit finden, wenn sie ein bisschen Struktur in ihren Tag bekämen. Manch einer müsste einfach nur mal die Prioritäten besser setzen. Damit meine ich jetzt nicht, sich weniger um die Kinder und den Partner zu kümmern, die Arbeit im Kommunalparlament einzustellen und solche Dinge. Vielleicht aber ein bisschen weniger daddeln am Handy und am Abend eine Serie weniger bei Netflix, da ließe sich schnell mal die Zeit für Sport finden…

Na ja, und manche sagen sie hätten keine Zeit, haben aber eigentlich keinen Bock… oder einen anderen Grund. Die Zeit wird dann gerne vorgeschoben. Ich nutze das Argument mit der Zeit übrigens auch, wenn ich keine Lust auf etwas habe, denn das mit der Zeit versteht jeder.

Wenn das mit der Zeit aber nicht wäre…

… dann glaube ich, würden viel mehr Menschen trainieren. Beispielsweise wenn sie in der Arbeitszeit trainieren könnten. Ich habe im Laufe der Jahre immer wieder Feuerwehrleute im Studio betreut, die auch in ihrer Arbeitszeit trainieren konnten. Einige haben das getan, andere nicht.

Lustigerweise haben das auch viele Leute bei mir gedacht: „Aber Du kannst doch während der Arbeitszeit für Deinen Sport trainieren! Du bist doch ein Aushängeschild für das Studio!“ Ich hätte das übrigens nie von einem Arbeitgeber erwartet, habe mich aber immer amüsiert, wie nicht wenige Menschen auf diese Idee kamen…

Training? Aber bitte nicht im Fitnessstudio!

Fitnesstraining setzen viele mit dem Besuch eines Fitnessstudios gleich. Okay, das ist jetzt auch nicht so weit hergeholt. Training im Fitnessstudio kann ich Dir auch nur wärmstens ans Herz legen, wenn Du Lust drauf hast. Darum soll es in diesem Artikel aber nicht gehen. Wenn Du für Dich herausgefunden hast, wie Du regelmäßig (wir sprechen hier von mindestens (!!!) zwei oder besser drei Einheiten die Woche) Dein Fitnesstraining absolvierst, dann bist Du ja schon mal safe.

Es gibt aber auch nicht wenige Menschen, die nicht ins Studio gehen möchten oder auch einfach nicht die Zeit haben. Vielleicht bekommen sie durchaus 3 Einheiten zu 30 oder gar mehr Minuten in ihren Tagesablauf geplant, aber nicht zusätzlich noch den Weg und Studio und zurück.

Aber selbst wenn es nicht die Zeit ist, die Gründe nicht ins Fitnessstudio zu gehen sind vielfältig und in diesen Fällen könnte ein Training zuhause ins Auge gefasst werden. Ich habe für Dich 5 Gründe zusammengefasst, weshalb Fitness- bzw. Krafttraining zuhause für Dich von Vorteil sein könnte.

Grund 1 fürs Training zuhause: Flexibilität und Zeitersparnis

Das Training zuhause ermöglicht es Dir, Deine Workouts in Deinen Zeitplan zu integrieren, ohne Zeit für die Fahrt zum Fitnessstudio aufwenden zu müssen. Dies ist besonders vorteilhaft für Personen mit einem vollen Terminkalender oder Verpflichtungen wie Arbeit, Familie oder Studium.

Ich plane mein Training meist schon im Voraus. Meine privaten und dienstlichen Termine geben meist den Rahmen vor und die Lücken darin sind willkommene Trainingsmöglichkeiten. Das reicht dann oftmals nicht für ein zwei- oder besser dreistündiges Zeitfenster, welches ich für ein Training im Fitnessstudio mit An- und Abreise, Gesprächen, Training, Wartezeiten und Duschen aufbringen müsste. Die Vor- und Nachbereitungszeit für eine kurze Einheit im Garten oder auch drinnen ist deutlich kürzer, geduscht wird nach dem Sport natürlich trotzdem, aber auch das geht geht zuhause schneller.

Grund 2 fürs Training zuhause: keine Ablenkungen und Wartezeiten

Lassen wir hier mal den Punkt weg, dass ich im Studio – wenn ich dort als Trainer arbeite – natürlich öfter mal angesprochen werde. Ich habe meinen Trainierenden immer gesagt, dass sie mich gerne zwischen den Sätzen ansprechen dürfen, wenn sie eine Frage zu ihrem Training haben… auch wenn ich gerade nicht am arbeiten sondern privat am Trainieren war. Das hat für mich einfach immer dazu gehört und war meist auch nicht wirklich störend.

Aber selbst wenn Du nicht im Studio arbeitest, verkürzt die Anwesenheit anderer Menschen Dein Training meist nicht… außer Du bist gefrustet, weil Deine Geräte belegt sind und verlässt das Studio, ohne die entsprechenden Übungen zu machen.

Du kannst Dich oftmals auch viel besser fokussieren, wenn Du alleine bist. Mir geht es beispielsweise ziemlich auch den Senkel, wenn am Gerät neben mir Teenies sitzen, am Handy paddeln und kichern, genauso übrigens wie die Senioren, die Geräte auf der anderen Seite besetzen und sich dort lauthals über Politik unterhalten. Ich bin mir übrigens mehr als bewusst, dass ich mich von sowas nicht beeinflussen lassen sollte… aber so ein paar Dinge, über die man sich aufregen kann, die braucht doch jeder, oder? 😉

Grund 3 fürs Training zuhause: Kostenersparnis

Dieser Punkt ist ein Kann, aber kein Muss. Ich kenne Menschen, die mit spartanischem Equipment daheim sehr gut trainieren. Wenn Du weißt, wie Du sicher und effektiv mit Kettle Bells trainieren kannst, dann ist das eine einmalige Investition, die gegebenenfalls Jahrzehnte lang nicht aufgefrischt werden muss. Genauso gut ist es aber auch möglich, sehr viel Geld in sein Heimstudio zu investieren.

Wenn dann noch ein Trainer hinzugezogen wird wie in meinem Fall, falls Du mich engagierst um mit Dir zuhause zu trainieren oder Dich zumindest so weit zu bringen, dass Du mit ein paar gemeinsamen Einheiten und dem was Du dabei lernst gut alleine trainieren kannst, so steigen natürlich auch wiederum die Kosten. Im Normalfall werden sich aber auch nicht diejenigen Menschen einen Personal Trainer engagieren, denen ein monatlicher Beitrag im Fitnessstudio von 30, 50 oder teils auch mehr Euro zu hoch ist. Diese Menschen haben meist andere Ziele anstatt Geld zu sparen, zum Beispiel ihre sportlichen Ziele (schneller) zu erreichen.

Was beim Thema Kosten nicht vergessen werden darf, sind auch die Kosten für den Weg ins Fitnessstudio. Vielleicht kostet das Studio in der Nähe ein bisschen mehr, aber wenn Du mehrmals die Woche einen weiteren Weg auf Dich nehmen müsstest, um in das günstigere Studio zu kommen, dann sind die paar Euro Ersparnis schnell weg und gehen für Fahrtkosten drauf. Von Opportunitätskosten für die aufgebrachte Zeit mal ganz zu schweigen. Das hatten wir ja aber schon bei Punkt 1.

Grund 4 fürs Training zuhause: Privatsphäre und Komfort

Manche Menschen fühlen sich beim Training in der Privatsphäre ihres eigenen Zuhauses wohler. Sie können sich frei bewegen, ohne sich selbstbewusst zu fühlen oder sich vor anderen Menschen zu vergleichen. Darüber hinaus können sie ihre Trainingsumgebung nach ihren eigenen Vorlieben gestalten, sei es durch die Wahl der Musik, der Raumtemperatur oder der Trainingskleidung.

Du musst übrigens kein Einsiedler sein, um die Privatsphäre der eigenen vier Wände zu schätzen. Bei einem ehemaligen Arbeitgeber trainierte ein ehemaliger Fussballprofi, der jetzt im Trainerstab des Vereins tätig war und den auch alle kannten. Natürlich legte dieser sehr großen Wert darauf, Anfang der Woche von Hinz und Kunz auf das Spiel des Wochenendes angesprochen zu werden, hahaha. Und Du musst gar kein Profisportler sein:

„Herr Doktor Soundso, ich habe hier am Arm so komischen Ausschlag, was könnte das wohl sein?“

„Herr XYZ, Sie sind doch Anwalt, hätten Sie vielleicht mal einen Tipp, ich habe da ein kniffliges Problem. Aber lassen Sie mich das am besten mal kurz schildern…!“

Du lachst? Verständlich… aber nicht jeder lacht darüber! 😉

Genauso fühlen sich manche Menschen nicht wohl, wenn sie beim Sport beobachtet werden könnten. Es gibt also wirklich Gründe, warum es sich besser anfühlen könnte, alleine zuhause zu trainieren.

Aber: natürlich ist es auch genau andersherum möglich, nämlich dass Du lieber mit anderen Menschen trainierst als alleine.

Grund 5 fürs Training zuhause: Anpassungsfähigkeit und Vielseitigkeit

Zu Hause können Menschen ihr Training so gestalten, dass es ihren individuellen Bedürfnissen und Zielen entspricht. Sie können verschiedene Trainingsstile ausprobieren, von Yoga über High-Intensity Interval Training (HIIT) bis hin zu Krafttraining, ohne auf die begrenzten Optionen eines Fitnessstudios beschränkt zu sein. Außerdem können sie das Training an ihre Umgebung anpassen und beispielsweise draußen trainieren, wenn das Wetter es zulässt.

Falls Du weißt, wie Du zuhause trainieren kannst, besteht die Anpassungsfähigkeit und Vielseitigkeit unter anderem auch darin, umswitchen zu können. Vielleicht trainierst Du ja gerne im Studio und das ist auch Deine bevorzugte Alternative… aber jetzt hast Du heute vielleicht nur eine Dreiviertelstunde inklusive Duschen und was glaubst Du, ist jetzt besser? Es ganz zu lassen oder eine halbe Stunde effektiv zuhause zu trainieren und dann bei nächster Gelegenheit das Studio wieder aufzusuchen, wenn Du wieder ein bisschen mehr Zeit fürs Training freischaufeln kannst? Einmal darfst Du raten.

Mein Rat an Dich

Ob Du für lieber zuhause oder im Fitnessstudio trainierst, das musst Du für Dich selber entscheiden… so wie eigentlich fast alles im Leben. Ist ja schließlich Dein Leben. Training zuhause kann aber durchaus eine Option sein, genauso wohlgemerkt wie das Training im Studio. In meinen Augen solltest Du aber regelmäßig Deine Muskeln trainieren, alles andere ist ganz einfach unlogisch (ich verweise noch einmal darauf: falls Du das anders sehen solltest, empfehle ich Dir die Lektüre hier im Blog, in meinem Buch oder die leicht verdauliche Berieselung im Podcast).

Es kann übrigens auch sein, dass die Rahmenbedingungen sich ändern. Frag die Horde Zwölftklässler, die bei uns im Studio mindestens 4x die Woche trainieren. Die meisten würden behaupten, dass das Training Teil ihres Lebens und ihre Leidenschaft sei und sie niemals damit aufhören werden… und frag dieselben Mädels und Jungs in 20 Jahren nochmal. Studium, Job, Familie und andere Verpflichtungen nehmen in den allermeisten Fällen mit weiterem Erwachsenwerden mehr Raum ein und wie cool wäre es doch, trotzdem dran zu bleiben und auf die sich verändernden Umstände zu reagieren, zum Beispiel indem das Training oder zumindest ein Teil davon zeitsparend zuhause durchgeführt wird?

Das Wichtigste aber: Fang an & Bleib dran!

Dein Torsten

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