Die besinnliche Jahreszeit – Ein Blick auf Gesundheit und Eigenverantwortung
Wir befinden uns mal wieder in der besinnlichen Jahreszeit. Na ja, zumindest theoretisch. Aber darum soll es nicht gehen…
Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und ein neues steht bevor. Es ist die Zeit der Geschenke und der guten Wünsche für ein gelungenes neues Jahr.
Ganz oben auf den Wunschlisten – sowohl der eigenen als auch der für andere – steht die Gesundheit. Oft klingt das wie eine Floskel, wenn einem nichts Besseres einfällt, oder weil „Bleib, wie du bist“ manchmal einfach nicht das Richtige ist. Doch bei genauerem Nachdenken meinen die meisten diesen Wunsch tatsächlich ernst. Selbst den Menschen, die in meinem Leben nicht unbedingt eine Rolle spielen müssten, wünsche ich aufrichtig Gesundheit – am besten irgendwo weit weg, wo sie es sich richtig gutgehen lassen können. 😊
Diesen Gedanken möchte ich mit diesem Artikel ergänzen:
Ich wünsche dir von ganzem Herzen Gesundheit!
Aber vergiss dabei nicht, dass Du selbst einen entscheidenden Anteil daran hast.
Gesundheit beginnt bei dir selbst
„Ja klar, weiß ich doch!“ – das ist die typische Antwort, wenn das Thema Gesundheit angesprochen wird. Doch oft bleibt es bei diesem schnellen Satz, um eine tiefere Diskussion zu vermeiden. Wirklich ins Gespräch komme ich darüber meist nur mit Menschen, die sich bereits aktiv um ihre Gesundheit kümmern… oder die mich explizit engagiert haben, weil sie auf diesem Gebiet bereits eine Problematik sehen. Dabei wäre es doch viel wichtiger, auch diejenigen zu erreichen, die noch mehr für sich tun könnten.
Warum ich darüber schreibe
„Naheliegend, das ist doch sein Job!“ magst Du denken. Und ja, Du hast recht: Ich helfe Menschen, fitter und gesünder zu werden. Doch selbst wenn ich all diejenigen zusammenzähle, die durch mein Personal Training, Coaching, meine Kurse oder meinen Podcast und Blog inspiriert werden, bleibt mein Einfluss gesellschaftlich gesehen begrenzt.
Ich möchte mehr Menschen helfen – und genau hier kommst du ins Spiel! Du kannst mithelfen, indem du diesen Artikel oder meinen Podcast teilst. Vielleicht gibt es in Deinem Umfeld jemanden, dem Du einen gesünderen Lebensstil wünschst? Gemeinsam können wir einen Unterschied machen!
Meine Erfahrungen in diesem Jahr
Dieses Jahr war für mich geprägt von Besuchen in Krankenhäusern und Reha-Kliniken – eigene Aufenthalte, wohlgemerkt. Dabei habe ich viele kranke Menschen getroffen, von denen viele mit einem gesünderen Lebensstil gar nicht dort hätten sein müssen.
Natürlich sollte man im Krankheitsfall medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Doch viele Erkrankungen wären durch andere Entscheidungen in früheren Lebensjahren vermeidbar gewesen. Auch ich nehme mich da nicht aus: Mit einem rein gesundheitsorientierten Training ohne die Leistungssportkomponente wäre mein Körper heute vermutlich noch besser aufgestellt.
Die Zivilisationskrankheiten – vermeidbares Leid
Übergewicht, Bewegungsmangel und schlechte Ernährung hinterlassen nicht nur äußerliche Spuren, durch die wir uns in Badekleidung unwohl fühlen. Die gravierendsten Folgen dieser Lebensweise sind oft unsichtbar: Ein erhöhter Blutdruck und Diabetes Typ 2 gehören zu den schwerwiegendsten Erkrankungen, die in den meisten Fällen durch einen gesünderen Lebensstil und ein normales Körpergewicht vermeidbar wären.
Etwa jeder dritte Todesfall in Deutschland geht auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück. Und die Hälfte dieser Todesfälle wäre durch bessere Ernährung, mehr Bewegung und vor allem die Vermeidung von Übergewicht vermeidbar gewesen.
Das will einfach nicht in meinen Kopf. Die vielen Stunden, die ich dieses Jahr in Krankenhäusern und Reha-Kliniken verbracht habe, haben mir noch deutlicher vor Augen geführt, wie viel vermeidbares Leid es gibt.
Gibt es viel Wichtigere als die eigene Gesundheit?
4 Gründe, warum Gesundheit oft vernachlässigt wird
Es gibt viele Gründe, warum Menschen ihrer Gesundheit nicht die Priorität einräumen, die sie verdient. Dabei spielen vor allem diese vier Faktoren eine Rolle:
1. Mangelndes Wissen
Die meisten Menschen haben zumindest ein grundlegendes Verständnis davon, was gesundes Verhalten bedeutet. Sie wissen, dass regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf schädliche Gewohnheiten wie Rauchen oder übermäßigen Alkoholkonsum wichtig sind. Doch oft endet das Wissen hier.
Viele unterschätzen die langfristigen Risiken ihres Lebensstils oder erkennen die Dringlichkeit nicht. Die Konsequenzen von Bewegungsmangel oder schlechter Ernährung treten meist nicht sofort auf. Ein hoher Blutdruck oder beginnende Diabetes tun anfangs nicht weh, und genau das macht die Sache so gefährlich. Es fehlt häufig an fundiertem Wissen darüber, wie sehr sich kleine, alltägliche Entscheidungen summieren und langfristig die Gesundheit beeinflussen können.
2. Verdrängung oder das „Nicht-Darüber-Nachdenken-Wollen“
Gesundheit ist ein unangenehmes Thema, da man sich mit den eigenen Schwächen oder Versäumnissen auseinandersetzen müsste. Viele Menschen verdrängen diese Gedanken bewusst oder unbewusst, weil sie sich nicht mit möglichen Risiken oder negativen Konsequenzen ihres Verhaltens beschäftigen möchten.
Das Problem dabei ist: Es handelt sich nicht um Kleinigkeiten. Die Risiken reichen von chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Problemen und Diabetes bis hin zu einem erhöhten Risiko für einige Krebsarten. Diese Gefahren sind real, aber sie wirken oft abstrakt und weit weg – bis es zu spät ist.
Dabei ist der Gedanke eigentlich einfach: Wer möchte nicht möglichst lange ein gesundes und glückliches Leben führen? Es ist schwer, sich mit der Tatsache auseinanderzusetzen, dass die eigene Lebensweise dieses Ziel massiv beeinflusst – positiv wie negativ.
3. Falsche Prioritäten
Ein häufig genannter Grund ist Zeitmangel. Der Alltag vieler Menschen ist hektisch: Arbeit, Familie, Haushalt und andere Verpflichtungen stehen oft ganz oben auf der Prioritätenliste. Gesundheit und Fitness rutschen dabei schnell in den Hintergrund.
Das Paradoxe daran: Die meisten Dinge, die heute als „wichtiger“ erscheinen, verlieren an Bedeutung, wenn die Gesundheit erst einmal verloren geht. Niemand wird Dir in 20 Jahren für die Überstunden danken, die du jetzt leistest, wenn sie auf Kosten deiner Gesundheit gehen.
Natürlich gibt es Aufgaben, die erledigt werden müssen. Doch die Frage ist: Muss wirklich jede Verpflichtung wahrgenommen werden? Müssen alle Aktivitäten der Kinder durchgetaktet sein? Muss die Wohnung immer makellos sauber sein? Vielleicht gibt es Möglichkeiten, Perfektionismus abzulegen und etwas Zeit für die eigene Gesundheit freizuschaufeln.
4. Schwierigkeiten bei der Umsetzung
Selbst wenn jemand die Wichtigkeit von Gesundheit erkennt und den Wunsch hat, etwas zu ändern, scheitert es oft an der Umsetzung. Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle:
- Zu hohe Ansprüche: Manche Menschen versuchen, von heute auf morgen ihr ganzes Leben umzukrempeln. Das ist selten erfolgreich, weil es überfordert und auf Dauer nicht durchhaltbar ist.
- Fehlende Strukturen: Ohne klare Pläne und realistische Ziele bleibt der Wunsch nach Veränderung oft nur Theorie.
- Rückschläge: Kleine Rückschläge, wie ein ausgelassener Trainingstag oder ein „ungesundes“ Essen, werden oft überdramatisiert, und viele geben daraufhin ganz auf.
Der Schlüssel liegt darin, kleine, realistische Schritte zu gehen und sich auf Fortschritte zu konzentrieren, statt auf Perfektion. Niemand muss von heute auf morgen asketisch leben – es reicht, an den richtigen Stellschrauben zu drehen.
Kleine Schritte, große Wirkung
Viele Menschen scheuen sich davor, ihre Gesundheit in Angriff zu nehmen, weil sie denken, dass dies eine radikale Umstellung ihres Lebensstils erfordert. Doch das ist ein Trugschluss. Große Veränderungen beginnen oft mit kleinen, einfachen Schritten. Du musst nicht alles auf einmal ändern – es reicht, die richtigen Stellschrauben zu drehen.
1. Krafttraining: Kurz, aber effektiv
Zweimal pro Woche 20 bis 30 Minuten Krafttraining sind ein hervorragender Anfang. Es muss nicht perfekt sein – jede Bewegung zählt. Eine dritte Einheit oder eine intensivere Trainingsroutine kann natürlich mehr bewirken, aber die ersten kleinen Schritte machen den größten Unterschied. Denke aber auch in die andere Richtung: mit der richtigen Übungswahl kannst Du mit wenig Equipment zuhause äußerst effektive Trainingseinheiten absolvieren. Dabei sparst Du Dir unter anderem die Fahrt- oder Wegezeit und musst auch auf keine Geräte warten.
2. Ernährung: Bewusst reduzieren statt radikal verzichten
Es ist nicht nötig, Deine Ernährung von heute auf morgen komplett umzustellen. Reduziere einfach die Menge an minderwertigen Lebensmitteln wie Junkfood, Süßigkeiten oder Fertigprodukten. Zum Beispiel: Wenn du normalerweise zweimal pro Woche Pizza isst, reduziere es auf einmal pro Woche.
Das Schöne daran: Ein bewusster Umgang mit solchen Lebensmitteln hilft Dir nicht nur, gesünder zu werden, sondern erleichtert es auch, langfristig dranzubleiben. Komplettverzicht führt oft dazu, dass das Verlangen nach diesen Lebensmitteln ins Unermessliche steigt. Eine Reduktion hingegen schafft Balance und macht es leichter, durchzuhalten.
3. Alkohol: Weniger ist mehr
Alkohol ist Gift für den Körper – das muss man nicht schönreden. Es gibt keine „bedenkenlose“ Menge, und selbst geringe Mengen schaden Deinem Körper. Aber auch hier gilt: Selbst eine Reduktion bringt große Vorteile. Wenn du bisher regelmäßig Alkohol trinkst, starte damit, seltener und weniger zu trinken. Zum Beispiel: Statt jeden Abend ein Glas Wein oder Bier zu konsumieren, genieße es nur noch am Wochenende – und in Maßen.
4. Den Alltag gesund gestalten
Ergänzung: Gesundheit beginnt nicht nur mit Sport und Ernährung, sondern auch mit kleinen Veränderungen im Alltag:
- Steige eine Haltestelle früher aus und gehe den Rest zu Fuß.
- Tausche den Aufzug gegen die Treppe.
- Plane bewusst kurze Bewegungspausen in Deinen Tag ein – selbst 5 Minuten dehnen oder spazieren gehen können einen Unterschied machen.
Es sind die kleinen, scheinbar unbedeutenden Gewohnheiten, die langfristig große Effekte haben.
Warum es wichtig ist, klein anzufangen
Viele Menschen scheitern, weil sie von sich selbst erwarten, alles auf einmal ändern zu müssen. Doch das ist weder notwendig noch nachhaltig. Es ist besser, mit kleinen Schritten zu starten, die du langfristig durchhalten kannst. Diese kleinen Veränderungen summieren sich und machen einen spürbaren Unterschied – für Deinen Körper und Deine Lebensqualität.
Vielleicht hast Du beim Lesen schon eine Idee bekommen, welche kleine Veränderung Du in Deinem Leben umsetzen könntest. Fang damit an – es muss nichts Großes sein. Jede Entscheidung, die Du bewusst für deine Gesundheit triffst, bringt Dich Deinem Ziel ein Stück näher.
Dein nächster Schritt
Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, teile ihn mit deinem Umfeld! Es gibt bestimmt Menschen in Deinem Leben, denen Du mit diesen Impulsen helfen könntest. Gemeinsam können wir einen gesünderen Lebensstil fördern.
Ich bin gespannt auf Deine Gedanken: Was möchtest du zukünftig anders machen? Oder welche Erfahrungen hast Du bereits mit kleinen Veränderungen gemacht? Schreib es gern in die Kommentare – ich freue mich, von Dir zu lesen! 😊

