10 Fitness-Mythen, die Du endlich vergessen solltest

Fitness ist voller Mythen, Halbwahrheiten und längst überholter Weisheiten. Manche sind so tief in den Köpfen verankert, dass sie fast schon als allgemeingültig gelten. Doch nur, weil etwas oft wiederholt wird, heißt das nicht, dass es auch stimmt.

Ich kämpfe seit bald 3 Jahrzehnten gegen diese Mythen an, für jeden abgeschlagenen Kopf wächst aber wieder ein neuer nach. Hilf Du mir bei diesem Kampf gegen die Hydra, indem Du diese Mythen nicht weiterverbreitest und – wenn Du es noch besser machen möchtest – diese Mythen-Leaks an die Mythenverteiler weiterleitest!

Hier sind 10 Fitness-Mythen, die Du endlich vergessen kannst – und wie es wirklich funktioniert!


1. „Krafttraining macht Frauen dick und muskulös“ 

Warum das Quatsch ist:
Viele Frauen haben Angst, dass sie durch Krafttraining „zu breit“ werden. Doch die Realität sieht anders aus: Frauen haben von Natur aus viel weniger Testosteron als Männer und bauen deshalb viel langsamer Muskeln auf.

Was wirklich passiert:

  • Krafttraining macht schlank, straff und definiert!
  • Muskeln sorgen für eine schöne Körperform – nicht für ein „Aufpumpen“.
  • Mehr Muskeln = höherer Grundumsatz = mehr Fettverbrennung!

👉 Besser so: Keine Angst vor Gewichten! Wer sich einen fitten, athletischen Körper wünscht, kommt um Krafttraining nicht herum.


2. „Fettverbrennung beginnt erst nach 30 Minuten Cardio“ 

Warum das Quatsch ist:
Die Fettverbrennung läuft immer – nicht erst nach 30 Minuten. Dein Körper nutzt je nach Belastung eine Mischung aus Fetten und Kohlenhydraten zur Energiegewinnung.

Was wirklich zählt:

  • Entscheidend ist die Gesamtkalorienbilanz – nicht die Minutenanzahl auf dem Cardiogerät.
  • Auch kurze, intensive Einheiten verbrennen Fett.
  • Krafttraining steigert langfristig die Fettverbrennung mehr als Cardio.

👉 Besser so: Statt stundenlangem Joggen lieber auf eine Kombination aus Krafttraining und kurzen, knackigen Cardio-Sessions setzen. Vergiss außerdem Deine Alltagsbewegung nicht!


3. „Schwitzen bedeutet, dass Du mehr Fett verbrennst“ 

Warum das Quatsch ist:
Schwitzen ist die natürliche Art Deines Körpers, sich abzukühlen – aber kein Zeichen für Fettverbrennung!

Was wirklich zählt:

  • Du kannst beim gleichen Training viel oder wenig schwitzen – das ändert nichts am Kalorienverbrauch.
  • Manche Menschen schwitzen mehr, andere weniger – das ist genetisch bedingt.
  • Fett wird im Körper „verbrannt“ und nicht durch Schweiß ausgeschieden.

👉 Besser so: Fokus auf das Training und die Kalorienbilanz – nicht darauf, wie nass Dein Shirt ist!

Funfact: es gibt tatsächlich Menschen, die sich vor und nach der Sauna wiegen. Wäre das krass, wenn man so schnell Fett verlieren könnte…


4. „Mehr Wiederholungen machen Muskeln definiert“ 

Warum das Quatsch ist:
Muskeln werden nicht durch Wiederholungen definiert, sondern durch einen niedrigen Körperfettanteil.

Was wirklich zählt:

  • Muskelaufbau braucht progressives Krafttraining mit ausreichender Intensität.
  • Definiert aussehen = Fettabbau durch eine clevere Ernährungsstrategie.
  • Endlose Wiederholungen mit Mini-Gewichten bringen kaum etwas.

👉 Besser so: Wer Muskeln sehen will, muss einerseits Muskeln aufbauen (Krafttraining mit Gewichten!) und andererseits seinen Körperfettanteil senken.


5. „Wenn Du abnehmen willst, musst Du einfach weniger essen“ 

Warum das Quatsch ist:
Ja, ein Kaloriendefizit ist nötig, um Fett abzubauen – aber einfach „weniger essen“ ist keine gute Strategie.

Was wirklich zählt:

  • Zu wenig Kalorien verlangsamen den Stoffwechsel und führen zu Muskelabbau.
  • Eiweißreiche Ernährung schützt Muskeln und hält Dich satt.
  • Zu große Defizite machen Dich schlapp, hungrig und erhöhen die Gefahr für Jojo-Effekte.

👉 Besser so: Iss genug, aber das Richtige! Viel Eiweiß, Gemüse, gesunde Fette – und ein moderates Kaloriendefizit.


6. „Mit Bauchmuskeltraining Fett am Bauch verlieren“ 

Warum das Quatsch ist:
Du kannst nicht gezielt an einer Stelle Fett verlieren („Spot Reduction“ ist ein Mythos).

Was wirklich zählt:

  • Bauchmuskeltraining stärkt die Muskeln, verbrennt aber nicht gezielt Bauchfett.
  • Fettabbau passiert über den ganzen Körper – und hängt von der Kalorienbilanz ab.
  • Ein flacher Bauch kommt aus der Küche, nicht aus Sit-ups!

👉 Besser so: Setze auf ein intensives Krafttraining + eine passende Ernährung – dann wird auch der Bauch flacher.


7. „Kohlenhydrate machen dick – besonders am Abend“ 

Warum das Quatsch ist:
Viele glauben, dass Kohlenhydrate am Abend direkt als Fett gespeichert werden – völliger Unsinn!

Was wirklich zählt:

  • Dein Körper speichert überschüssige Kalorien als Fett – egal, ob morgens, mittags oder abends.
  • Kohlenhydrate können sogar beim Einschlafen helfen, weil sie die Produktion von Serotonin und Melatonin fördern.
  • Entscheidend ist die Gesamtkalorienbilanz über den Tag – nicht die Uhrzeit!

👉 Besser so: Wenn Kohlenhydrate in Dein Tagesziel passen, kannst Du sie essen – egal, ob morgens oder abends!


8. „No Pain, No Gain!“ 

Warum das Quatsch ist:
Harte Workouts sind wichtig – aber Schmerzen sind kein gutes Zeichen!

Was wirklich zählt:

  • Muskelkater bedeutet nicht automatisch ein gutes Training.
  • Wer sich ständig überlastet, riskiert Verletzungen und längere Pausen.
  • Fortschritt kommt von konstantem Training – nicht von maximalem Schmerz.

👉 Besser so: Trainiere smart statt nur hart! Der beste Fortschritt kommt durch gute Technik, regelmäßige Belastung und ausreichende Erholung.


9. „Muskelkater = gutes Training“ 

Warum das Quatsch ist:
Muskelkater ist kein Zeichen für ein effektives Training – sondern für Mikroverletzungen in den Muskeln.

Was wirklich zählt:

  • Muskelkater ist normal, wenn Du neue Reize setzt – aber er ist kein Muss für Fortschritte.
  • Regelmäßiges Training sorgt dafür, dass Muskelkater seltener auftritt.
  • Ständiger Muskelkater kann sogar schädlich sein und die Regeneration behindern.
  • Manche Muskelgruppen (z.B. Brust, Gesäß, Trizeps…) entwickeln häufiger Muskelkater als andere (z.B. Oberer Rücken, Bizeps, seitliche Schultern).

👉 Besser so: Trainiere smart, mit guter Technik und steigere Dich kontinuierlich – Muskelkater ist kein Ziel!


 10. „Ältere Menschen sollten kein Krafttraining machen“ 

Warum das Quatsch ist:
Gerade ab 40, 50 oder 60 wird Krafttraining immer wichtiger!

Was wirklich zählt:

  • Krafttraining hilft, Muskelabbau zu verhindern – und hält Dich stark, mobil und gesund.
  • Es schützt vor Osteoporose, Gelenkproblemen und Stoffwechselverlangsamung.
  • Krafttraining kann auch mit 70 oder 80 noch begonnen werden – es ist nie zu spät!

👉 Besser so: Jeder sollte Krafttraining machen – in jedem Alter!


Fazit: Hör auf, an Fitness-Mythen zu glauben – setze auf bewährte Strategien!

Fitness-Mythen können Dich ausbremsen und zu unnötigen Fehlern führen. Doch jetzt weißt Du, worauf es wirklich ankommt: kein stundenlanges Cardio, keine Angst vor Krafttraining und keine übertriebenen Verbote. Stattdessen zählt eine kluge Strategie, die zu Deinem Leben passt.

Du musst nicht alles perfekt umsetzen – aber je mehr Du falsche Regeln über Bord wirfst, desto schneller kommst Du an Dein Ziel. Setze auf Wissen statt Mythen, trainiere smart und bleib dran!


Brauchst Du Unterstützung?

Wenn Du unsicher bist, ob Dein Training oder Deine Ernährung wirklich optimal sind, dann lass uns gemeinsam einen Plan erstellen, der funktioniert!

Schreib mir eine Nachricht – ich helfe Dir, Deine Fitnessziele effektiv zu erreichen! 

1 Comment

  • Tanja

    30.06.2025 @ 17:55

    Hallo,
    wie immer toll geschrieben und direkt an meine Spezies weitergeleitet, vielen Dank!

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